http://fanclub-alcatraz.beepworld.de/files/Index/Utensilien/balken_gro
.png

 

 

Alexander Portleroy
8. Juni 2013

 

Alcatraz Hallo Alex! Schön, dass wir Dich heute interviewen dürfen. Leider bist Du im Moment verletzt und kannst dem Team nicht zur Seite stehen. Was ist passiert und wie lange wirst Du voraussichtlich noch ausfallen?
 
Alex Ich habe mich vor Kurzem einer kleinen dermatologischen Operation unterzogen. Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen und es war mit den Verantwortlichen der ersten Mannschaft abgesprochen. Ich werde nach dem Bischofswerda-Spiel wieder in das Trainingsgeschehen einsteigen.
 
Alcatraz Trotz deines Ausfalles sieht man Dich regelmäßig bei den Trainings zuschauen. Was hat sich nach Hammermüller verändert?
 
Alex Ich versuche so viel es geht bei der Mannschaft zu sein. Zum einen will ich immer auf dem neuesten Stand der Informationen sein und zum anderen interessieren mich die Trainingsinhalte. Seit der Ablösung von Steffen Hammermüller ist das Training abwechslungsreicher gestaltet, auf den modernen Fußball ausgerichtet. Wir arbeiten viel an mannschaftstaktischen Dingen. Trotzdem sei an dieser Stelle gesagt, dass ich Steffen Hammermüller als Mensch und Trainer sehr schätze.
 
Alcatraz Die Situation ist angespannt und das Team steht unter Zugzwang. Wie reagiert das Umfeld darauf? Wie siehst Du das Verhalten der Fans?
 
Alex Dass unsere Situation nicht einfach ist, weiß jeder im Verein. Ich denke aber, dass die Fans ein gutes Gespür dafür haben, wann sie uns unterstützen müssen. Dass ab und zu mal ein negatives Wort seitens eines Fans fällt, ist auch völlig normal. Trotzdem bewundern und schätzen wir Spieler das Engagement und die Unterstützung der Fans. Andere hätten schon längst das Handtuch geworfen.
 
Alcatraz Was geht gerade in Euren Köpfen vor sich? Macht man sich insgeheim doch Gedanken, ob man dem Verein auch in der Bezirksliga zur Verfügung steht oder macht man sich darüber keine Gedanken?
 
Alex Momentan machen wir uns über andere Ligen keine Gedanken. Wir wollen so schnell als möglich den Klassenerhalt schaffen. Trotzdem versuchen wir, bei der ganzen Situation nicht zu verkrampfen. Deswegen gibt es immer das ein oder andere Späßchen, um eine gewisse Lockerheit zu schaffen.
 
Alcatraz In Neugersdorf standet Ihr am Rande einer großen Überraschung. Mehrmals verhinderte das Aluminium den eigentlich verdienten Punkt. Wie hast Du das Spiel gesehen und was nehmt Ihr daraus mit?
 
Alex Die ersten 60 Minuten in Neugersdorf waren noch sehr verhalten von uns. Wir haben uns nur wenig zugetraut. Leider fiel nach der Halbzeit das Tor für Neugersdorf. Danach haben wir aber nicht aufgegeben und 30 Minuten richtig guten Fußball gespielt, der leider nicht belohnt wurde. Im Endeffekt stehen wir wieder mit leeren Händen da. Doch es lässt uns nach vorne blicken, wie wir die letzten 30 Minuten Fußball gespielt haben. Das muss für uns der Maßstab sein.
 
Alcatraz Lass uns mal einen kleinen Blick in Dein Leben ohne Fußball werfen. Wie verdienst Du Deine Brötchen und was machst Du in Deiner Freizeit?
 
Alex Momentan studiere ich Wirtschaftswissenschaften an der Universität Leipzig. Zuvor habe ich ein Studium als Bachelor of Science im Fachgebiet Sportmanagement abgeschlossen. Zudem gehe ich einem Nebenjob im Bereich Printmedien nach. In meiner Freizeit bin ich viel mit Freunden unterwegs und höre gern Musik. Aber über allem steht meine Familie. Sie ist mir sehr wichtig. Ich versuche, so oft es geht bei ihr zu sein.
 
Alcatraz Kein Interview ohne diese Frage: Was möchtest Du den Fans und der Welt noch sagen?
 
Alex Den Fans will ich sagen: Ihr seid einzigartig. Ihr steht bei Wind und Wetter hinter uns. Davor kann die Mannschaft nur den Hut ziehen.
 
Alcatraz 50 Jahre DDR-Meister 2014! In der Landes- oder Bezirksliga?
 
Alex Definitiv in der Landesliga!
 
Alcatraz Vielen Dank Alex. Wir wünschen Dir gute Besserung! Werd schnell gesund.
 
 
8. Juni 2013

 

 

Christian Haufe
15. Mai 2013

 

Alcatraz Hallo Christian! Du bist in der Winterpause vom SSV Markranstädt zu uns gekommen. Herzlich willkommen im Team der BSG Chemie.Du gehörst zu der Sorte Spieler, denen der Alfred-Kunze-Sportpark nicht unbekannt ist. Bereits für den FC Sachsen hast Du Deine Fußballschuhe geschnürt. Was hat sich seitdem in Leutzsch verändert?
 
Christian Augenscheinlich nicht allzu viel. Denn schon in meinem damaligenSaison in Leutzsch war das Fanlager des FC Sachsen gespalten, die BSGgerade neu gegründet und das Umfeld des AKS in nahezu identischem Zustand.
 
Alcatraz Die Markranstädter Truppe um Jürgen Raab spielt einen recht erfolgreichen Fußball. Ob das ohne einen österreichischen Getränkehersteller so möglich gewesen wäre?! Denkst Du als Spieler über sowas nach oder spielt das keine Rolle?
 
Christian Als ich zu Markranstädt wechselte, war die Neugründung von RB Leipzigbereits vollzogen und der SSV wieder eigenständig. Trotzdem war mirnatürlich bewusst, dass der Verein enorm von der Gründungshilfeprofitieren konnte und das zur eigenen sportlichen Entwicklung nutzte.Die Frage, die ich mir allerdings stellte, war: Wen außer den durchschnittlich 150Markranstädter Zuschauern sollte das schon interessieren?
 
Alcatraz Der Wechsel zu Chemie erfolgte sicher nicht aus finanziellen Beweggründen. Ein Landesligaetat ist sehr begrenzt (will man in den schwarzen Zahlen bleiben). Was hat Dich bewogen, zu Chemie zu kommen?
 
Christian Dazu haben verschiedene Faktoren beigetragen. Die Wichtigsten sindaber, dass ich von der Fankultur der BSG Chemie sehr beeindruckt war,angenehme Gespräche mit den Verantwortlichen führte konnte und alsLindenauer einen Steinwurf vom Trainingsgelände entfernt wohne.
 
Alcatraz Vom FC Sachsen zu Lok – von grün-weiß zu blau-gelb. Für viele unvorstellbar. Du hast es gemacht. Stufst Du als Spieler in dem Moment das Verhältnis zwischen beiden Lagern eher als Nebensache ein oder macht man sich schon Gedanken um die große moralische Zwickmühle?
 
Christian Da ich in meiner Jugend fünf Jahre für den VfB spielte, kann man schonsagen, dass mein erster Wechsel nach Leutzsch eine Art moralischeZwickmühle darstellte. Als ich mich aber anschließend davon überzeugenkonnte, dass Lok nicht das war, was ich früher damit in Verbindungbrachte, konnte ich mich schließlich von dieser Illusion befreien.
 
Alcatraz Das Spiel heute wirkt sehr paradox. Zwei Vereine, eine Vergangenheit, aber zwei völlig unterschiedliche Fanlager. Hauptmieter gegen Untermieter... die Liste skurriler Begriffe ließe sich sicher noch fortführen. Was hältst Du persönlich von der innerleutzscher Situation und dem Spiel heute?
 
Christian Die derzeitige Situation wirkt sehr zerfahren und daran lässt sichzunächst nichts ändern. Trotzdem bin ich der Meinung, dass dieKonkurrenzsituation in Leutzsch keinen Dauerzustand darstellen sollte.Vielmehr wäre die Bündelung der Kräfte folgerichtig, um auch denvielen Leutzscher Sympathisanten, die sich nicht zwischen A oder Bentscheiden können, eine gemeinsame Plattform zu bieten.
 
Alcatraz Trotzdem ein Spiel wie jedes andere? Habt Ihr Euch anders vorbereitet als sonst?
 
Christian Auch wenn wir in der zurückliegenden Trainingswoche den Fußball nicht neu erfunden haben, ist uns die Bedeutung des Spiels sehr wohl bewusstund wir werden alles dafür tun, unsere Fans glücklich zu machen.
 
Alcatraz Gerade bei unseren Neuzugängen erhoffen wir uns einen kleinen Einblick Ihr Leben. Was machst Du privat und beruflich abseits des Fußballplatzes?
 
Christian Ich versuche derzeit mein Studium zu beenden und einen Plan für dieZeit danach zu entwickeln. Außerdem verbringe ich viel Zeit mitFreunden, Internet und Kultur und freue mich auf den Frühling, umdiese Aktivitäten demnächst auch wieder nach draußen verlagern zukönnen.
 
Alcatraz Diese Frage kennt jeder Spieler! Was möchtest Du den Fans und der Welt noch mit auf den Weg geben?
 
Christian Genießt dieses schöne Leben!
 
Alcatraz Vielen Dank Christian! Wir wünschen Dir alles Gute und heute mindestens ein Tor.
 
 
15. Mai 2013

 

 

Hannes Rook
11. Mai 2013

 

Alcatraz Hallo Hannes, heute haben wir mal keinen Spieler der Ersten Mannschaft im Interview, sondern Dich aus dem Stadtklasseteam mit und um Gregor Schoenecker. Du bist ganz neu im Team. Wie bist du auf die BSG Chemie gekommen?
 
Hannes Letztes Jahr begann ich mein Studium hier in Leipzig. Durch den damit verbundenen Ortswechsel war ich auf der Suche nach einem neuen Verein. Im Studium lernte ich dann Marcus Mann (Spieler der Zweiten) kennen, der mir die BSG Chemie Leipzig wärmstens ans Herz legte. Er nahm mich des Öfteren mit zum Training und nach einigen Einheiten zur Probe war mir klar: Es kann nur einen neuen Verein geben.
 
Alcatraz Auch Leipzig ist für Dich neu. Wie ist Dein Eindruck von der Stadt?
 
Hannes Als gebürtiger Magdeburger kann ich sagen, dass Leipzig eine wunderschöne Stadt ist, in der ich mich wohl fühle und schnell eingelebt habe. In meiner neuen Wahlheimat kann ich mich sowohl aufs Sportlicheals auch aufs Studium voll konzentrieren.
 
Alcatraz Die BSG Chemie ist sicher nicht Dein erster Verein. Vergleich doch einmal Deinen jetzigen Verein mit Deinen ehemaligen. Wo sind da die größten Unterschiede?
 
Hannes Meine komplette Jugend verbrachte ich beim SV Irxleben und nun bestreite ich mein erstes Jahr im Herrenbereich hier bei Chemie. Die Unterschiede sind gewaltig: Angefangen von den Trainingsmöglichkeiten, über die Trainingsqualität, bis hin zu den Fans. Da ist Chemie meinem alten Verein um einiges voraus.
 
Alcatraz Gegen Borea Dresden konntest Du das erste Mal Landesligaluft schnuppern. Wie sieht da Dein Training aus? Trainierst Du trotzdem ausschließlich mit der Stadtklassemannschaft oder auch mit den Landesligakickern?
 
Hannes Zurzeit trainiere ich viermal in der Woche. Zwei Einheiten mit dem Landesligateam und zwei mit der Stadtklassetruppe. Die Qualität ist in jeder Einheit hoch, sei es auf dem Schotter-, Kunstrasen- oder Rasenplatz.
 
Alcatraz Mal abgesehen von den normalen Leistungsunterschieden – was unterscheidet Deiner Meinung nach die beiden Teams am meisten voneinander?
 
Hannes Während in der Zweiten auch mal der eine oder andere Kommentar kommt oder eine Übung nur halbherzig umgesetzt wird, geht es in der Ersten konzentrierter und fokussierter zur Sache und der Druck ist größer, was aber nicht heißen soll, dass die Zweite das Ganze nicht ernst nimmt. Spaß und gute Stimmung kommen in beiden Teams nicht zu kurz.
 
Alcatraz Wie schätzt Du Deine Leistung selbst ein? Schaffst Du den Sprung, drei Ligen höher spielen zu können?
 
Hannes Ich versuche jede Trainingseinheit Vollgas zu geben, um mich kontinuierlich zu verbessern. Ob es dann im Endeffekt reicht für die Landesliga, wird sich zeigen. Dass es klappt, wäre natürlich wünschenswert.
 
Alcatraz Die zweite Mannschaft arbeitet sich langsam kontinuierlich nach oben. Spielt man da schon mal mit dem Gedanken an die Stadtliga oder ist das noch Zukunftsmusik?
 
Hannes Das Potenzial ist vorhanden. Wir haben eine junge, dynamische Mannschaft mit Luft nach oben, die sich in allen Mannschaftsteilen stetig verbessert. Wenn wir als Team noch enger zusammenrücken und jedes Spiel an unsere Schmerzgrenze gehen, können wir es schaffen. Aber zunächst sollten wir von Spiel zu Spiel gucken, um unsere Serie weiter auszubauen.
 
Alcatraz Du bist noch sehr jung. Was machst Du fernab des Fußballplatzes? Was sind Deine Hobbys und Beruf?
 
Hannes Neben dem Fußball studiere ich Sportmanagement an der Uni. In meiner Freizeit verbringe ich viel Zeit mit meiner Freundin und meinen Freunden oder probiere mich am neuen FIFA (Anm. d. Red.: die richtige Wahl, auch wenn Kollege Schlüchtermann das anders sehen dürfte).
 
Alcatraz Unsere letzte Frage gilt natürlich nicht nur für Landesligaspieler. Was möchtest Du den Fans und der Welt noch mit auf den Weg geben?
 
Hannes Ihr seid der Wahnsinn. Jedes Spiel sehe ich neue Choreographien oder andere selbstentworfene kreative Sachen. Die Stimmung, für die ihr verantwortlich seid, ist auch hervorragend. Weiter so!
 
Alcatraz Vielen Dank Hannes. Wir wünschen Dir viel Erfolg im Trikot der BSG, egal ob in der Stadtklasse oder in der Landesliga!
 
 
11. Mai 2013

 

 

Michael Schilling
27. April 2013

 

Alcatraz Hallo Michael und herzlich willkommen im Interview. Die wichtigste Frage vorab: Du hattest in letzter Zeit Probleme mit Verletzungen. Wie fühlst Du Dich aktuell? Auf einer Skala von 1 bis 100 – wie fit bist Du?
 
Michael Hallo an alle Chemiker. Seit dem Spiel in Bautzen plag' ich mich mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel rum. Die Zahl auf der Skala ist demzufolge nicht mal zweistellig. Seit Beginn der Saison war ich gesund und auf 'nem guten Weg, aber die Verletzung wirft mich wieder zurück. Leider konnte ich der Mannschaft in den vorangegangen Spielen nicht immer helfen, da ich wegen meiner Arbeit, sowohl bei den Spielen als auch beim Training, häufig passen musste. Schon allein deshalb ist es äußerst schwierig, jemals wirklich an die hundert Prozent zu kommen. Norman, der in den letzten Wochen, das macht, was einen Stürmer auszeichnet, und Staigser (Tony Staigys, Anm. d. Red.) können auch ein Lied davon singen, wie es ist, nicht immer mit der Mannschaft trainieren zu können.
 
Alcatraz In ruhigen Fahrwassern findet man unsere BSG momentan leider nicht. Nach bisher sehr holprigen Spielen klopfen wir sogar schon leise an die Tür zur Bezirksliga. Was ist Dein Rezept, um nicht tatsächlich in die siebente Spielklasse abzurutschen? Was fehlt der Mannschaft noch?
 
Michael Ganz einfach: In so vielen Spielen wie nur möglich ein Tor mehr zu schießen als der Gegner. Man kann der Mannschaft und allen, die eng mit ihr zusammen arbeiten, definitiv nicht den Willen absprechen, aber mitunter hat man das Gefühl, dass nicht alle mit den Gedanken im Hier und Jetzt arbeiten, sondern berauscht in der Vergangenheit schwelgen. Bisher fehlt uns zwar auch ab und an das Quäntchen Glück, aber zum Teil stellen wir uns wirklich zu doof an. Uns fehlt in einigen Spielsituationen die Cleverness, was auch daran liegt, dass nicht alle in der Jugend die gleiche fußballerische Ausbildung erhalten haben. Man merkt das zum Teil recht deutlich in Trainingsspielen, wo sich einige mehr (taktische) Hilfestellung, auch von außen, erhoffen. In dieser Saison konnten wir in bisher keiner einzigen Partie – selbst bei Siegen – spielerisch überzeugen. Außerdem müssen wir auf dem Platz viel kommunikativer werden. An diesen drei Punkten sollten wir im Training auf jeden Fall mehr Wert legen. Da gilt es anzusetzen und alle auf einen Stand zu bringen, denn eine Qualitätssteigerung, im Vergleich zum Saisonbeginn, kann ich in bisher keinem Mannschaftsteil erkennen.
 
Alcatraz Die Stimmung unter den Fans ist angespannt. Jeder wartet auf den großen Durchbruch. Das 2:2 in Bischofswerda löste aber auch nicht den berühmten Knoten. Wie gehtdas Team und Du damit um? Wie ist die Stimmung bei Euch?
 
Michael Erst mal vielen Dank an die Jungs, die sich bei Wind und Wetter in die Fankurve stellen und uns leidenschaftlich unterstützen. Denen zolle ich meinen höchsten Respekt. Wir hoffen ja alle darauf, dass wir endlich mal ne positive Serie starten. Nur vom Hoffen allein gewinnt man nicht, deshalb müssen wir uns weiterhin alles hart erarbeiten und dabei nicht verkrampfen. Die Grundstimmung in der Mannschaft ist positiv, aber wenn man so oft wie wir auf die Fresse bekommt, schäumt man vor Selbstvertrauen nicht grad über. Ich selbst habe einen Fan in Bautzen rufen hören: „Trau Dir was zu!“, solche Dinge helfen einem, um auch in schwierigen Phasen positiv zu denken.
 
Alcatraz Gegen Bischofswerda konnte leider mal wieder das Tor nicht vom Elfmeterpunkt getroffen werden. Allgemein sehen Standards eher mau aus zurzeit. Ein Fakt, wie es ihn eigentlich in der Liga und mit der Mannschaft nicht geben dürfte. Daher unsere direkte Frage: Woran kann das liegen? Nervosität, Können, Training?
 
Michael Vor einem Elfer ist jeder Spieler der Welt mehr oder weniger nervös, aber bei allen anderen Standards – für oder gegen uns – kann das keine Ausrede sein. Dass wir es können, haben wir schon gezeigt. Elfmeter kann man trainieren, wie man will, aber den psychologischen Aspekt kann man im Training nie so herstellen, wie er im Spiel tatsächlich auftritt. Bei allen anderen Standards könnte man im Training mal den Hebel ansetzen!
 
Alcatraz Laut unserer Liste bist Du gelernter Stürmer, trotzdem findet man Dich öfter im Mittelfeld wieder. Dort fällst Du vor allem auf, wenn Du Dich in guter Schiemann-Manier (Anm. d. Red.: Andreas Schiemann war Spieler und Publikumsliebling beim FC Sachsen) durch die gegnerischen Reihen tankst. Wo fühlst Du Dich am wohlsten?
 
Michael Ich persönlich hab mich noch nirgends durchtanken sehen, dafür habe ich gar nicht die mir von Gott gegebenen physischen Voraussetzungen. Ich bin vom Spielertyp her keiner, der ständig Solos ansetzt, sondern eher mit seinen Mannschaftskollegen gemeinsam Fußball spielt. Das, was ich in meinem Fußballerleben wirklich noch nie gespielt habe, ist Stürmer. Ich bin schon immer im (zentralen) Mittelfeld zu Hause, fühl‘ mich aber auch auf der Position des rechten Verteidigers ganz wohl.
 
Alcatraz Heute geht es gegen Görlitz. In der letzten Saison konnten wir insgesamt 4 Punkte gegen sie holen. Die Voraussetzungen heute sind aber denkbar schlechter. Görlitz hat sich im oberen Drittel etabliert. Was ist heute Euer Ziel und wie wollt Ihr das erreichen?
 
Michael Drei Punkte, scheißegal, wie!!!
 
Alcatraz Das Restprogramm sieht wie folgt aus: Heute zu Hause gegen Görlitz, noch mal zu Hause gegen Borea Dresden, dann auswärts gegen Hohenstein-Ernstthal und abschließend zu Hause gegen Freiberg. In der Theorie noch 12 Punkte, die zu vergeben sind. Wie viele sind für Dich realistisch?
 
Michael Ich spiele ja nun schon seit einigen Jahren in dieser Liga und kann sagen: So ausgeglichen war die noch nie. 12 Punkte sind auf jeden Fall machbar, zumal wir gegen Hohenstein und Freiberg noch ‘ne Rechnung offen haben, aber in unserer Situation sind 8 Punkte realistischer.
 
Alcatraz Die letzte Frage kennst Du schon, aber der Vollständigkeit halber sei sie auch formuliert: Was möchtest Du den Fans und der Welt noch mit auf den Weg geben?
 
Michael Seid weiter so geil, wie ihr‘s schon seid! Und an einige, WENIGE Chaoten: Fußball ist zum Spaß an der Freude da und nicht für sinnfreie, gewalttätige Aktionen!
 
Alcatraz Vielen Dank Michael und viel Erfolg heute!
 
 
27. April 2013

 

 

Erik Bader
23. April 2013

 

Alcatraz Hallo Erik! Seit der Landesliga spielst Du nun für unsere BSG. Zeit, dass wir Dich endlich auch im Interview haben. Du bist damals von Blau-Weiß Leipzig zu uns gekommen, als die BSG das Spielrecht der ersten Mannschaft übernahm. Fiel Dir diese Entscheidung schwer oder stand für Dich sofort fest, dass Du das Fünfeck auf der Brust tragen möchtest?
 
Erik Hallo Chemiker, diese Entscheidung viel mir persönlich natürlich nicht schwer! Aber auch das von Oliver Krause (damals unser Teammanager) vorgetragene Konzept hatte uns als Mannschaft 100%ig überzeugt.
 
Alcatraz Ganze 16 Jahre (von 1990-2006) hast Du Deine Schuhe schon für den FC Sachsen geschnürt. Von der Jugend bis in den Herrenbereich hast Du Chemie damit sogar länger begleitet als so manch junger Fan. Welche Dinge sind Dir dabei besonders in Erinnerung geblieben?
 
Erik Besonders in Erinnerung sind mir da natürlich die Derby´s gegen den damaligen VfB Leipzig geblieben. Das waren in allen Jugendmannschaften besonders heiß umkämpfte Duelle. Aber auch in der A-Jugend ist mir eine Szene in ganz besonderer Erinnerung geblieben. Damals schoss unser heutiger Torwart Daniel Lippmann den Ausgleichstreffer gegen Eintracht Schwerin in der aller letzten Sekunde! Lippe erzählt heute noch davon (; Alles in Allem war es eine wunderschöne Zeit!
 
Alcatraz Hinter uns liegen turbulente Tage und Wochen. Mit Trainer Hammermüller blieb das Team leider weit hinter den Hoffnungen zurück und rutschte gar in den Bereich der abstiegsbedrohten Vereine. "Hammer" übernimmt nun andere Aufgaben im Verein (worüber wir Fans uns im Übrigen sehr freuen!) und Co-Trainer Gregor Schoenecker übernimmt interimsmäßig den Posten. War diese Maßnahme aus Deiner Sicht notwendig?
 
Erik Aus meiner Sicht ist es für „Hammer“ etwas unglücklich gelaufen, aber im Fußball zählen nun mal Erfolge... Die Variante mit Gregor als Trainer ist bei mir und auch im Team sehr gut angekommen. Man merkt seit seiner ersten Übungseinheit, dass er sich sehr viele Gedanken macht, welche „Stellschrauben“ er im Team verändern muss.
 
Alcatraz Gibt es einen Trainer, den Du Dir wünschen würdest? Mit Jürgen Raab trainiert zum Beispiel unweit ein alter Bekannter den SSV Markranstädt. Allerdings steht außer Frage, dass er wahrscheinlich zu teuer ist. Hast Du Leute im Hinterkopf, die Du Dir als Trainer im Leutzscher Holz vorstellen könntest?
 
Erik Wir haben doch erstmal einen neuen Trainer. Ich denke, wir sollten Gregor die Chance geben zu zeigen, was er alles aus uns rausholen kann und ich bin mir sicher, dass er das schafft! Vielleicht ist er ja der Richtige für uns! Und was Jürgen Raab betrifft, er macht in Markranstädt einen hervorragenden Job und ich wünsche mir persönlich, als gebürtiger Markranstädter, dass er den Aufstieg in die Regionalliga dieses Jahr schafft. Ich bin mir sogar sicher, dass wir als BSG Chemie Leipzig von einem Aufstieg der Markranstädter profitieren können, denn mit etwas Geschick kann man Spieler, die sich evtl. sportlich nicht mehr durchsetzen können, bei uns „installieren“. Aber das ist alles Zukunftsmusik und wir müssen erstmal unsere Hausaufgaben machen…
 
Alcatraz Der Blick auf die Tabelle treibt einem schon die Schweißperlen auf die Stirn. Wie sehr beschäftigt Euch Spieler die Situation? Denkt man da an einen möglichen Abstieg oder kann man jedes Spiel völlig befreit von solchen Gedanken aufspielen?
 
Erik Natürlich beschäftigt uns das und wir werden ja nun auch fast täglich mit der Tabellensituation konfrontiert, aber wir sind stark genug, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen!
 
Alcatraz Kommen wir einmal zum Geschäftsmann Erik Bader. Du bist Geschäftsführer des Sporthaus am Ring. Bei den städtischen vereinen seit Ihr allgegenwärtig und auch im Bitterfelder Raum findet man mittlerweile Euren Schriftzug. Dort bringt Ihr Euch im Jugendbereich ein. Es scheint also zu laufen. Herzlichen Glückwunsch dazu. Bist du zufrieden oder möchtest Du noch mehr mit dem Sporthaus erreichen? Was hast Du noch alles vor?
 
Erik Vielen Dank, unser Geschäft läuft sehr gut. Wir arbeiten im Prinzip nach einem altbekanntem aber nahezu in allen Lebenslagen anwendbaren Motto: „Eine Hand wäscht die Andere“. Wir sind mit unserem Netzwerk an Firmen und Vereinen dazu im Stande in nahezu allen Belangen jederzeit Hilfe zu leisten. In Leipzig und Umgebung treten wir als Sporthaus am Ring auf aber im überregionalen Bereich sind wir als Der-Fussballprofi.de unterwegs. So beliefern wir sogar europaweit Fußballvereine. „Was die Zukunft bringt, das weiß man nicht!“ hat schon der „Blumentopf“ gesungen aber alles im Leben ist zu jeder Zeit optimierungsbedürftig und da haben wir noch genug zu tun (;
 
Alcatraz Immer wieder wird uns berichtet, Du seist eine klassische "Ulknudel" und hättest so Deine Schwierigkeiten ständig ernst zu bleiben . Kannst Du Dir die Eigenschaft auch in der jetzigen Situation beibehalten und Deine Teamkollegen ein bisschen anstecken?
 
Erik Ulknudel? Wer sagt das (; Aber mal ehrlich, Spaß gehört nun mal dazu. Man angelt ja auch nicht ohne Haken! Fußball ohne Spaß geht nicht! Aber keine Angst, ich kann auch anders (;
 
Alcatraz Eigentlich obligatorisch aber wir stellen die Frage natürlich trotzdem: Was möchtest Du den Fans und der Welt noch mit auf den Weg geben?
 
Erik Nach einem Tief kommt immer ein Hoch! Haltet zusammen und unterstützt uns weiter so großartig! GEMEINSAM SCHAFFEN WIR DAS!
 
Alcatraz Vielen Dank Erik! Wir drücken alle grün-weißen Daumen, dass ihr Jungs den Karren wieder aus dem Dreck ziehen könnt und wir im Sommer stolz sagen können: "Ich war auch dabei, als es Chemie mal nicht so gut ging!"
 
 
23. April 2013

 

 

Nils Gräfe
15. April 2013

 

Alcatraz Grüß Dich Nils! Du bist nicht nur im Winter neu dazugekommen (herzlich willkommen!), sondern auch der jüngste Chemiker im Kader der Ersten Mannschaft. Letzte Woche bist Du 19 Jahre alt geworden. Nachträglich dazu alles Gute! Als Küken im Team hat man es sicher nicht immer so leicht. Halten Deine Teamkollegen da eher noch schützend die Hände über Dich oder fordert man von Dir umso mehr Einsatz und Engagement?
 
Nils Hallo erstmal und danke für die Glückwünsche! Klar, als jüngstes Teammitglied hat man es nicht immer einfach und muss seine Position in der Mannschaft finden und sich zunächst einen gewissen Respekt erarbeiten. Obwohl ich theoretisch noch A-Jugendlicher wäre, ist das jetzt mein erstes Jahr im Herrenbereich. Da muss ich mich erstmal reinfinden. Es ist schon ein großer Unterschied zum Nachwuchsfußball, auch wenn ich da ebenfalls in der Landesliga gespielt habe. Das Team hat mich trotzdem super aufgenommen und hilft mir gerade in der Anfangsphase!
 
Alcatraz Ursprünglich standest Du schon mit Beginn der Saison als Neuzugang fest. Warum bist Du dann trotzdem erst so spät zur Mannschaft gestoßen?
 
Nils Die Saison vorher habe ich noch A-Jugend gespielt, welche im Verhältnis zur Landesliga-Saison der Herren zeitlich etwas länger ging. Danach hatte ich meinen schon länger geplanten Jahresurlaub verbracht, ehe ich dann ein Pflichtpraktikum für das Studium absolvieren musste. Bei diesem war ich 6 Wochen nur auf Montage und auch die Anfangszeit des Studiums wollte ich bestmöglich meistern, sodass ich leider erst so spät zur Mannschaft gestoßen bin. Für die BSG Chemie hätte jedoch ohnehin nicht spielen können, da ich von meinem ehemaligen Verein und dem Verband eine Sperre bis Dezember bekommen habe.
 
Alcatraz Neben der Ersten warst Du bereits bei der Stadtklassemannschaft um Gregor Schoenecker am Ball. Beim 2:0-Sieg gegen Tabellenführer Leipziger SV Südwest hast Du volle 90 Minuten durchgespielt. Was schätzt Du Deine eigene Leistung ein? Zufrieden?
 
Nils Hundertprozentig zufrieden bin ich mit mir nie, aber ich fand meine Leistung für das erste Pflichtspiel nach einem halben Jahr doch ganz ordentlich. Natürlich freue ich mich auch für die Jungs der Stadtklassemannschaft, dass ich einen kleinen Teil für das große Ziel, den Aufstieg, beitragen konnte!
 
Alcatraz Wer Dich so reden hört, dem fällt sofort auf, dass Du ein waschechter BSG-Chemiker bist. Der Verein liegt Dir sehr am Herzen. Seit 2003, also mit neun Jahren, hast Du das Trikot der Grün-Weißen an. Nach dem Aus des FC Sachsen hat es Dich dann ein Jahr in die A-Jugend der SG Leipzig Leutzsch verschlagen. Ein heikles Thema im Leutzscher Holz - was waren Deine Eindrücke vom Verein und warum wolltest Du nicht dort bleiben?
 
Nils Wie ihr schon richtig gesagt habt, habe ich von 2003 bis 2011 beim FC Sachsen gespielt. Mit dem Aus des FCS kam für mich und viele andere Jugendliche die Frage auf, wo sie denn jetzt ihre sportliche Heimat finden. Ziemlich zeitnah kam es dann zu einer Versammlung der Nachwuchsspieler, Eltern und Vertreter der frisch gegründeten SGLL und BSG Chemie Leipzig. Die SGLL meinte, sie könne den leistungsorientierten Nachwuchsfußball erhalten und erhielt aufgrund dieses Versprechens „folgerichtig“ den größten Zuspruch, währenddessen die BSG Chemie ehrlich offenbarte, dass sie zunächst nur in der Lage seien, den jungen Fußballern eine sportliche Heimat zu bieten. Letztendlich boten sich kaum Alternativen, zumal ich in Leipzig-Leutzsch meine sportliche Heimat sehe und wechselte zur SGLL. Dort stellte sich ziemlich schnell Ernüchterung ein, von leistungsorientiertem Nachwuchsfußball war nichts zu sehen, der Aderlass von Spielern hielt an und an sich wurde von Vereinsseite fast nichts beigetragen dem entgegenzuwirken! Das Saisonende und –ergebnis spiegelte das dann auch bei fast allen Mannschaften mit sportlichem Abstieg oder gar Auflösung von Nachwuchsmannschaften wider. Lediglich meine Mannschaft konnte sich den Klassenerhalt in der Landesliga sichern. Trotzdem wollte ich schnellstmöglich zu einem anderen Verein, Mannschaftsleiter Roland Flathe sei es gedankt, dass er sich an die damalige gemeinsame B-Junioren-Zeit erinnerte und mich zur BSG Chemie lotste!
 
Alcatraz Wie schätzt Du Deine Chancen auf einen Stammplatz im Team von Steffen Hammermüller ein?
 
Nils Wie schon eingangs erwähnt, ist es mein erstes Jahr im Herrenbereich, in dem ich mich bestmöglich reinfinden möchte und mich natürlich sportlich weiterentwickeln möchte! Ich denke, das Ziel eines jeden Fußballers ist es zu spielen.Das sieht bei mir nicht anders aus. Die Abwehr ist in der Breite wohl der am dünnsten besetzte Mannschaftsteil, in dem ich mich mit genügend Engagement im Training sicherlich reinspielen kann.
 
Alcatraz Der lange Winter war alles andere als gut für den Betrieb in der Liga. Chemie hat mit Stand heute ganze fünf Nachholspiele! Die Fans brauchten schon viel Galgenhumor, um bei den ganzen Absagen noch lächeln zu können. Wie haben Du und die Mannschaft die ganzen Absagen erlebt? Kann der Trainer angesichts von Spielen mitten in der Woche auf das ganze Team zurückgreifen oder gibt es unter Euch auch Spieler, die dann definitiv arbeiten müssen?
 
Nils Natürlich ist es auch für uns Spieler nicht einfach gewesen. Die ganze Woche trainiert man und arbeitet auf das Wochenende hin und kurz davor kommt sie Spielabsage. So ging das Woche für Woche und am Ende standen wir bei unzähligen Wochen der Vorbereitung, was dann mit der Zeit echt frustrierend wurde. Insgesamt betrachtet wird bei der BSG Chemie Amateurfußball gespielt, sodass es sich nicht vermeiden lässt, dass der ein oder andere beim Training berufsbedingt passen muss. Selbst bei mir als Student lässt sich das nicht immer vermeiden.
 
Alcatraz Letzte Woche verlor man 0:2. Die Mannschaftsleistung war milde gesagt unterirdisch. Du musstest krankheitsbedingt aus dem Fanblock zuschauen. Wie hast Du das Spiel gesehen?
 
Nils Da kann man euch nur zustimmen, das war nicht viel. Das 1:0 für Grimma ist dummerweise aus einem Elfmeter gefallen, der aus meiner Sicht keiner war.Wer weiß, wie das Spiel dann läuft. Trotzdem muss man sich dann nach so einem Rückschlag besser erholen.Die von vielen erwartete und erwünschte Trotzreaktion mit dem nötigen Einsatz hat einfach gefehlt, ebenso zwingende Offensivaktionen. Allerdings kenne ich auch die Jungs, was sie sich vorgenommen haben und wie wohl jeder nach dem Spiel absolut enttäuscht war. Da gilt es jetzt „Mund abputzen und weitermachen“!
 
Alcatraz Du studierst an der HTWK in Leipzig. Welchen Studiengang hast Du eingeschlagen und was sind Deine Pläne für die Zukunft?
 
Nils Richtig, ich studiere Bauingenieurwesen an der HTWK Leipzig. Zunächst möchte ich den Studiengang natürlich erfolgreich beenden.Das sieht bis jetzt auch ganz gut aus. Nach dem Grundstudium würde ich gerne noch den Master absolvieren.
 
Alcatraz Unsere letzte Frage darf natürlich auch das jüngste Teammitglied beantworten: Was möchtest Du den Fans und der Welt noch mit auf den Weg geben?
 
Nils Den Fans kann ich nur meine absolute Anerkennung geben.Die Unterstützung ist bei jedem Spiel da und auf ihren Rückhalt kann man sich einfach 100%ig verlassen. Aber auch was sie tagtäglich hinter den Kulissen - zusammen mit den Vereinsgremien - leisten ist sensationell und macht Chemie zu dem, was es heute ist. Wenn ich nur an den mittlerweile schon zur Tradition gehörenden „Chemischen Weihnachtsmarkt“ denke, mit wie viel Liebe zum Detail und Hingabe dort gearbeitet wird – das macht die Fans und die BSG Chemie Leipzig einmalig in der Stadt und mich unglaublich stolz ein Teil dessen zu sein. Es wird Zeit, dass wir dem mit sportlichem Erfolg gerecht werden! Niemand wie wir!
 
Alcatraz Vielen Dank Nils!
 
 
15. April 2013

 

 

David Reich
9. März 2013

 

Alcatraz Hallo David! Du bist einer unserer winterlichen Neuzugänge im Team. Herzlich willkommen in Leutzsch! Ganz fremd ist Dir der Alfred-Kunze-Sportpark allerdings nicht. Bereits von Sommer 2005 bis Anfang 2007 bist Du für die A-Jugend und die zweite Mannschaft des FC Sachsen aufgelaufen. Was hat sich seitdem verändert?
 
David Ich glaube die größte Veränderung ist, dass an Trainingstagen nicht mehr so ein "Hochbetrieb" an Mannschaften auf dem Gelände herrscht wie damals. Ansonsten hat sich außer den Teams und den Trainern meiner Meinung nach nicht so viel verändert.
 
Alcatraz Du bist bisher schon sehr rumgekommen. Lok, FC Sachsen, Hallescher FC, wieder Lok, Pößneck, Halle 96 und Markranstädt – bei keinem Verein hast Du es zwei Jahre ausgehalten. Woran lag das?
 
David Fußball ist ein sehr kurzlebiges Geschäft. Gern wäre ich bei dem einen oder anderen Verein länger geblieben, aber leider gab es immer wieder Probleme. Sei es im finanziellen Bereich der Vereine, sportlicher Abstieg, Berufswechsel oder fehlendes Vertrauen vom Trainer. Das Ganze hat dennoch etwas Gutes, da ich eine Menge Erfahrung unter verschiedensten Trainern und Mannschaften sammeln konnte, die mir jetzt(im besten Fußballer-Alter) helfen, eine Mannschaft auch führen zu können und diese Erfahrungen auf das Feld zu bringen.
 
Alcatraz Wir Fans stehen regelmäßig mit dem Winter auf Kriegsfuß. Ein Spiel nach dem anderen wurde abgesagt. Zuletzt konnten wir durch mangelnde Polizeikräfte nicht spielen. Da kommt schnell Frust auf. Wie motiviert Ihr Euch, um trotzdem bei Laune zu bleiben und kontinuierlich weiter zu trainieren?
 
David Ich glaube, einen richtigen Fußballer muss man nicht extra motivieren, nur weil mal Spiele ausfallen oder Platzbedingungen schlecht sind. Wir sind alle lange genug dabei, um die Spannung für den kommenden Spieltag hoch zu halten. Der Trainerstab bringt mit ständig wechselnden Trainingsformen auch eine Menge Spaß in die Truppe, so dass keine Langeweile aufkommen kann.
 
Alcatraz Erst kürzlich gab es bei Chemie einen großen Fanabend im Westwerk. Hunderte Fans ließen sich die Chance nicht entgehen und lauschten den Verantwortlichen des Vereins. Wie hast Du diesen Abend erlebt?
 
David Es herrschte eine sehr angenehme Stimmung unter den vielen neugierigen Fans. Ich denke, man konnte spüren, dass der Optimismus und die Zuversicht bei jedem da sind, um kommende Ziele gemeinsam zu erreichen.
 
Alcatraz Vieles steht im Zeichen der Feier zum 50-jährigen Jubiläum der 64er Meisterschaft im kommenden Jahr. Vorsichtig ließ man anklingen, dass man schon gewillt ist, in diesem Rahmen auch den Sprung in die Oberliga zu schaffen. Was sind Deine Ziele bei der BSG Chemie?
 
David Als Neuzugang möchte ich mir natürlich einen Stammplatz im Team erarbeiten und auf die Dauer gesehen einer der Führungsspieler werden.Sportlich gesehen würde ich mir wünschen, dass die Mannschaft im Kern zusammenbleibt und punktuell verstärkt wird, damit wir im nächsten Jahr oben mitspielen können.
 
Alcatraz Vorstandsmitglied Dirk Skoruppa deutete an, dass im kommenden Jahr ein Freundschaftsspiel gegen einen Hochkaräter stattfinden soll. Was wäre Dein Wunschgegner und warum?
 
David Mein Wunschgegner, weil Lieblings-Team, wäre der FC Barcelona. Ich denke aber jeder Hochkaräter wäre schön für den Verein und die Fans.
 
Alcatraz Um eine neugierige Frage der Fans kommst Du als Neuzugang nicht herum: Was machst Du beruflich und in Deiner Freizeit, wenn es gerade mal nicht um das runde Leder geht?
 
David Ich bin seit zwei Jahren Inhaber und Geschäftsführer meiner eigenen Nachwuchs-Fußballschule. Damit ziehen wir hautsächlich in den Schulferien, wie ein wandelnder Zirkus, von Verein zu Verein und veranstalten Fußball-Camps für Kids. In der Zwischenzeit sind wir die flächendeckendste Fußball-Schule im Raum Leipzig-Halle. In meiner Freizeit verbringe am liebsten Zeit mit meiner Freundin, bin mit Freunden unterwegs oder vor der Playstation.
 
Alcatraz Unsere letzte Frage kennt jeder Spieler und so stellen wir sie natürlich auch Dir: Was möchtest Du den Fans und der Welt noch mit auf den Weg geben?
 
David Vielen Dank für die tolle Unterstützung. Ich hoffe, dass wir in Leutzsch wieder erfolgreichen Zeiten entgegen gehen.
 
Alcatraz Vielen Dank David! Wir wünschen Dir viel Erfolg bei der BSG. Auf dass Du uns länger als 2 Jahre erhalten bleibst.
 
 
9. März 2013


 

Henry Aulich 
10. November 2012

Alcatraz Hallo Henry, heute interviewen wir mal keinen Spieler oder Trainer der BSG, sondern Dich in Deiner neuen Funktion als Geschäftsführer des Vereins. Herzlichen Glückwunsch zu diesem neuen Amt! Wie kam es dazu, dass Du nun diesen Posten inne hast?
 
Henry A. Vielen Dank zunächst einmal für die Glückwünsche! Diese Funktion bringt natürlich eine gewisse Erwartungshaltung mit sich – sowohl von den Mitgliedern als auch von meinen Vorstandskollegen und dem Aufsichtsrat. Ich hoffe, dass ich diesen Erwartungen jederzeit gerecht werden kann und werde selbstverständlich mein Bestes dafür geben. Dass ich nun diesen Posten innehabe, liegt eigentlich in der praktischen Entwicklung der letzten Monate. Ursprünglich wurde bei der Mitgliederversammlung am 12.08.2011 Jörg Theile zum Geschäftsführer bestellt. Auf Grund seiner beruflichen Tätigkeit ist Jörg oft quer durch die ganze Bundesrepublik unterwegs, so dass es ihm zeitlich leider nicht möglich war, die geschäftsführenden Tagesaufgaben zu bewältigen. Hinzu kommt, dass sich Jörg hauptsächlich die Sponsorenakquise und die Sponsorenbetreuung auf die Fahne geschrieben hat, so dass ich letztlich bereits in den vergangenen Monaten einen Großteil der täglich anfallenden Aufgaben übernommen habe. Das ist natürlich insofern schwierig, weil man ja als Aufsichtsrat eigentlich für die Kontrolle des Vorstandes zuständig ist. Früher oder später wurde sowohl im Vorstand als auch im Aufsichtsrat diese Situation deutlich. Leider hat Jörg Theile seine Tätigkeit im Vorstand zum 31.10.2012 niedergelegt, um sich voll und ganz auf den durch ihn gegründeten Förderverein 64 konzentrieren zu können. Nicht zuletzt spielt natürlich auch die große Entfernung zwischen seinem Wohnort und Leipzig eine Rolle, weshalb er aus beruflichen und zeitlichen Gründen sein Vorstandsamt nicht mehr bekleiden kann. Da somit der geschäftsführende Posten im Vorstand quasi neu zu besetzen war, wurde im Einvernehmen von Vorstand und Aufsichtsrat die Entscheidung getroffen, mich als Geschäftsführer in den Vorstand zu bestellen.
 
Alcatraz Was macht eigentlich so ein Geschäftsführer? Welches sind ab jetzt Deine neuen Aufgaben im Verein?
 
Henry A. Im Prinzip kann man sich darunter die Koordinierung bzw. Erledigung der tagtäglich in einem Verein anfallenden Aufgaben vorstellen. Das fängt bei der Postbearbeitung an, geht über die Bearbeitung der Vereins-Mails bis hin zum Beantworten der Anrufe auf der Geschäftsstelle. Hinzu kommen viele kleine andere Herausforderungen, welche sich im Vereinsalltag ergeben und fristgerecht bzw. kurzfristig erledigt werden müssen. Das Interessante an den Aufgaben ist jedoch, dass man oft nicht weiß, was als nächstes auf einen zukommt und man sozusagen immer eine gewisse Abwechslung hat.
 
Alcatraz Der Posten des Geschäftsführers spannt Dich sicherlich sehr stark ein. Wie muss man sich Deinen neuen Tagesablauf vorstellen? Wie viel Zeit investierst Du für den Verein und wie ist das mit deinem Privatleben vereinbar?
 
Henry A. Der zeitliche Umfang, den die Aufgabe als Geschäftsführer in Anspruch nimmt, ist tatsächlich ziemlich groß. An vielen Tagen habe ich deshalb vor 22 oder 23 Uhr keinen Feierabend. Hauptberuflich arbeite ich bei der Stadtverwaltung Leipzig, so dass ich nach dem Feierabend meistens direkt nach Leutzsch fahre, um die Post zu checken, Mails abzurufen und mit dem Mannschaftskoordinator, Roland Flathe, anfallende Aufgaben abzustimmen. Hinzu kommen in regelmäßigen Abständen die Sicherheitsberatungen mit dem Ordnungsamt und der Polizei, welche eine gewisse Vor- und Nachbereitung erfordern. Alles in Allem kann man schwer abschätzen, wie viel Zeit durch die verschiedenen Aufgaben am Ende zusammenkommt, aber ich denke mal, dass 30-40 Stunden pro Woche als Mindestmaß durchaus realistisch sind. Diesen zeitlichen Umfang mit dem Privatleben in Einklang zu bringen, ist eine große Herausforderung. Ich möchte an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen und mich für das absolut große Verständnis meiner einzigartigen Freundin Janine bedanken, welches sie für mein Engagement für die BSG aufbringt. Mit ihr bin ich seit mittlerweile fast 8 Jahren zusammen und bin natürlich sehr froh, dass sie mir den Rücken für die Tätigkeit als Geschäftsführer freihält.
 
Alcatraz Geschäftsführer kann sicher nicht jeder sein. Welche Erfahrungen und Kompetenzen konntest Du für die Erfüllung dieser herausfordernden Aufgabe bereits sammeln?
 
Henry A. Eine gute Grundlage für die Tätigkeit als Geschäftsführer habe ich sicherlich durch meinen Beruf. Als gelernter Verwaltungsfachangestellter habe ich natürlich immer das Verlangen, dass alles ordnungsgemäß und akkurat abgearbeitet wird. Eine gute Organisation steht dabei stets an erster Stelle. Denn das Organisieren der verschiedensten Aufgaben ist so ziemlich die größte Bewährungsprobe. Dadurch, dass ich jetzt bereits seit geraumer Zeit die Aufgaben des Geschäftsführers erfülle, habe ich mir natürlich für die verschiedenen Tätigkeitsfelder gewisse Arbeitsabläufe angeeignet und versuche nach wie vor, diese immer weiter zu verbessern, um eine optimale Erledigung der Herausforderungen gewährleisten zu können.
 
Alcatraz Die BSG lebt von Leuten, die viele Aufgaben ehrenamtlich erledigen. Wie zufrieden kann man da aktuell mit der Situation sein? Läuft alles, wie Du es Dir vorstellst oder gibt es noch die eine oder andere Baustelle, an der man anpacken müsste?
 
Henry A. Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer, die tagtäglich eine unglaublich breite Palette an Aufgaben im Dienste der BSG Chemie übernehmen, könnte der Verein definitiv nicht existieren. Es ist immer wieder ein super Gefühl, wenn man sieht, wie sehr sich jeder Einzelne ins Zeug legt, um alles für den Verein zu geben. Da ich persönlich aber ein Perfektionist bin, läuft in meinen Augen sozusagen nie alles perfekt. Aber auch realistisch betrachtet gibt es hier und da noch Baustellen, an denen mit angepackt werden müsste bzw. wo wir uns noch breiter aufstellen müssen, damit eine Aufgabe nicht immer nur auf den Schultern einer Person lastet.
 
Alcatraz Jörg Theile musste durch den hohen Zeitaufwand jüngst sein Amt im Vorstand aufgeben. Wie auf unserer Homepage zu lesen war, gründete er aber den "Förderverein 64". Kannst Du uns einen Einblick geben, um was es sich dabei handelt und wie es funktioniert?
 
Henry A. Der Grundgedanke bei der Gründung des Fördervereines ist ähnlich wie beim allseits bekannten „Club der Hundert“ (beim FC Sachsen, Anm. d. Red.). Sponsoren, Spender und potentielle Geldgeber sollen durch diese Plattform die Möglichkeit bekommen, sich untereinander zu vernetzen und weitere Kontakte für die Unterstützung der BSG Chemie Leipzig zu knüpfen. Mitglied kann im Förderverein 64 eigentlich jeder werden, der bereit ist, monatlich 64 Euro Mitgliedsbeitrag zugunsten der BSG Chemie zu entrichten. Diese monatlichen Beiträge kommen dann in regelmäßigen Abständen der BSG Chemie zugute.
 
Alcatraz Der Verein lebt von seinen Fans und Sponsoren. Durch unser bisher eher mageres sportliches Abschneiden können wir leider nicht an den Zuschauerschnitt der letzten Saison anknüpfen. Muss man sich da Sorgen um den Etat des Vereins machen?
 
Henry A. Sorgen muss man sich zwar nicht machen; dennoch ist die Entwicklung der Zuschauerzahlen natürlich alles andere als erfreulich. Denn ab einer bestimmten Zuschauerzahl hat man bei einem Heimspiel nach Abzug sämtlicher Kosten unter dem Strich nichts mehr übrig, so dass man mit den Zuschauereinnahmen an sich keinen Gewinn erzielt. Glücklicherweise haben wir aber noch unseren von Fans betriebenen Fanshop, welcher dann bei den Heimspielen auch bei wenigen Zuschauern noch ein wenig Entlastung für das Vereinskonto bringt.
 
Alcatraz Apropos Fans - was kann der Verein und was können wir Fans dazu beitragen, dass der Alfred-Kunze-Sportpark in Zukunft gefüllter ist?
 
Henry A. Das ist natürlich eine gute Frage. In erster Linie kann sicherlich der Verein in Form der 1. Mannschaft selbst dazu beitragen, dass zukünftig wieder mehr Zuschauer den Weg in den Alfred-Kunze-Sportpark finden. Wenn es sportlich läuft, dann kommen in der Regel auch mehr Leute, das ist in jedem Fußballstadion normal. Die Fans können in meinen Augen aber durchaus auch ihren Teil dazu beitragen. Interessant wäre eine Aktion, bei der jeder Zuschauer noch eine weitere Person mitbringen soll, welche z.B. nur den halben Preis beim Eintritt bezahlen muss. Wenn dies allen Zuschauern gelingen würde, wäre das natürlich ein rundum gelungener Versuch, welchen man dann schnellstmöglich wiederholen sollte.
 
Alcatraz "Niemand wie wir" steht auf der stolzen Brust unserer Spieler geschrieben. Das Trikot wurde dem Fanshop schier aus den Händen gerissen. Ist dieser Slogan auf dem Trikot mehr als eine Notlösung oder sucht ihr parallel weiter nach einem Trikotsponsor?
 
Henry A. Der Slogan ist selbstverständlich mehr als eine Notlösung, denn er spricht ja sozusagen das aus, was unseren Verein ausmacht. Nichtsdestotrotz ist der Slogan auf dem Trikot tatsächlich – zumindest im Hinblick auf das Brustsponsoring – so etwas wie eine „Notlösung“. Da sich die Suche nach einem Brustsponsor mehr als schwierig gestaltet hat, kam die Überlegung, ob man nicht übergangsweise mit dem markanten Spruch auf der Brust auflaufen könne. Die dadurch erzielten Einnahmen beim Trikotverkauf würden wohl einen „normalen“ Trikotverkauf erheblich übertreffen. So kam es auch und die Verkaufszahlen waren so hoch, dass das Sporthaus am Ring nicht mehr mit der Produktion hinterher kam. Parallel dazu haben wir aber seit der Präsentation des neuen Trikots immer wieder verdeutlicht, dass wir nach wie vor auf der Suche nach einem Trikotsponsor sind. Wenn sich der entsprechende Partner als Brustsponsor findet, dann kann er sofort den Platz auf der Brust der 1. Mannschaft bekommen – keine Frage.
 
Alcatraz Die Fans werden häufig für ihre Kreativität und Vereinstreue gelobt. Nur in puncto Verhältnis zur Polizei gibt es immer wieder Reibungspunkte. Nach dem Auswärtsspiel in Radebeul lobte uns die Polizei noch in einem Brief für unser vorbildliches Verhalten. Wenige Wochen später lieferten sich unsere eigenen Fans Jagdszenen mit den Anhängern des FSV Zwickau. Wie bewertest Du das?
 
Henry A. Solche Situationen helfen uns natürlich absolut nicht weiter und führen im Endeffekt dazu, dass wir bei den Heimspielen zukünftig evtl. mehr Sicherheitskräfte aufstellen müssen. Das wiederum kostet Geld und darin schwimmt man als Landesligaverein nicht. Im Prinzip ist das auch ganz leicht herzuleiten und ich hoffe, dass die betreffenden Personen sich über derartige Auswirkungen im Klaren sind.
 
Alcatraz Eine besonders fiese Frage haben wir noch. Dein Pendant auf Seiten der SG Leipzig Leutzsch ist Jamal Engel, der dort das Amt des Geschäftsführers innehat. Was unterscheidet einen Aulich von einem Engel?
 
Henry A. Ein Aulich arbeitet ehrenamtlich für seinen Verein…
 
Alcatraz Vielen Dank Henry und noch einmal viel Glück und Erfolg im neuen Amt!
 

 

Gregor Schoenecker
27. Oktober 2012

 

 

Alcatraz Spielertrainer der Zweiten Mannschaft, Co-Trainer der Ersten Mannschaft, Nachwuchsleiter und ein Privat- und Berufsleben hast Du ja auch noch. Wie muss man sich da eine normale Woche des Gregor Schoenecker vorstellen?
 
Gregor Eine normale Woche gibt es gegenwärtig in meinem Leben nicht. Jede stellt eine neue Herausforderung dar. Die Aufgabe ist wie für jeden anderen arbeitenden Menschen, alle Lebensbereiche so zu verbinden, dass am Ende genug Energie für die kommende Woche vorhanden ist. Dazu muss man selbstverständlich auch Prioritäten setzen. Eine war die Verteilung der Nachwuchsverantwortung auf viele andere Schultern, nachdem wir die Kooperation mit dem TuS Leutzsch- eine sehr gut Wahl, wie ich finde - abgeschlossen hatten. So kann ich mich sieben Tage die Woche auf den Männerbereich konzentrieren, auch wenn das Privatleben sicherlich ein wenig darunter leidet.
 
Alcatraz Wann und vor allem auf welchem Wege bist Du zur BSG gekommen? Wie kam der Kontakt zum Verein zu Stande?
 
Gregor Mein Engagement bei der BSG verdanke ich dem Umstand, mich mit einem Vorstandsmitglied zusammen im Kreisklassenfußball versucht zu haben. Dem Angebot vor 2 Jahren, die erste Nachwuchsmannschaft des Vereins, nach Aufnahme des Spielbetriebs, zu betreuen, konnte ich aufgrund meiner Berufsplanung und dem Charme des Vereins einfach nicht widerstehen.
 
Alcatraz Welche Erfahrungen konntest Du vor der BSG Chemie im sportlichen Bereich sammeln?
 
Gregor Ich habe nie höherklassigen Fußball gespielt, kann aber auf eine sehr gute fußballerische Ausbildung bei einem mich sehr inspirierenden Trainer in meiner Heimat Frankfurt Oder zurückblicken. In Leipzig konnte ich zunächst eine Zeit lang beim LSV Südwest und später bei der SG MoGoNo Erfahrungen im sächsischen Fußball sammeln. Im Rahmen meines Sportstudiums habe ich mir außerdem wichtige methodische Grundsätze erarbeitet, ohne die ich einen so anspruchsvolle Aufgabe, wie die des Trainers, nicht bewältigen könnte.
 
Alcatraz Ist das Dasein als Spielertrainer für Dich eine Dauerlösung oder würdest Du die Geschehnisse gern ausschließlich von der Bank aus verfolgen?
 
Gregor Ich spiele Fußball, seitdem ich denken kann und auch heute macht es mir unglaublich viel Freude, diesem kleinen runden Fabrikat hinterherzurennen. Mein Alter ermöglicht es mir auch noch, mich so in die Mannschaft einzubringen, dass es hilfreich für die Spieler sein kann. Eine Dauerlösung ist es aber nicht. Sobald sich die Kadersituation entspannt, bin ich wieder „nur“ Trainer und bringe mich von der Bank aus ein. Das ist im Übrigen auch wirkungsvoller als auf dem Platz, da man in der Halbzeitpause deutlich mehr Luft für das Anschreien der Spieler hat ;).
 
Alcatraz Wie muss man sich das Training bei Dir vorstellen? Baust Du auch Elemente aus anderen Bereichen und Sportarten ein?
 
Gregor Als Mannschaft haben wir in dieser Saison zwei wichtige Aufgaben, die es zu lösen gilt: Die Implementierung des Spielsystems mit Viererkette und die Verbesserung im Spielaufbau. Bei lediglich zwei Trainingseinheiten pro Woche sind das große Anforderungen an die Trainingsplanung. Daneben arbeiten wir in den Bereichen der Kraftentwicklung und der Koordination. Um hier Monotonie zu vermeiden, stellt die Einbindung von sportartübergreifenden Übungen eine gute Ergänzung dar. Im Rahmen der Vorbereitung habe ich beispielsweise einen befreundeten Kampfsportler eingeladen, der den Jungs Übungsformen aus seiner Sportart näher gebracht hat.
 
Alcatraz Als Trainer ist man oft Motivator, Psychologe und Moralwächter in einem. Wie motivierst Du Deine Spieler, wenn es mal nicht so läuft und wie holst Du den Ein oder Anderen runter, damit er nicht abhebt?
 
Gregor Beraten, betreuen, führen, anleiten, erziehen, kritisieren, aufbauen, motivieren, beschäftigen, vermitteln, verhandeln…Die Palette der Qualitätsansprüche ist sehr breit und verlangt von jedem Trainer in jeder Liga und in jeder Sportart sehr viel Energie und Einsatzbereitschaft. Die Kunst ist es, für jeden einzelnen Spieler die richtige Mischung aus all den unterschiedlichen Attributen zu finden und dann auch noch erfolgreich anzuwenden. Je besser man darin ist, umso höher ist der Wirkungsgrad. Das soll heißen, dass ich die Spieler konstruktiv kritisiere, wenn sie gewinnen, um ihnen zu verdeutlichen, dass jedes positive Ergebnis bestätigt werden muss oder sie beispielsweise lobe, wenn sie ansprechende Leistungen, ohne die folgerichtige Belohnung, erbringen.
 
Alcatraz Wie wichtig ist dir Autorität und Struktur im Team? Gibt es Führungsspieler und wenn ja, behandelst Du sie anders?
 
Gregor Als basisdemokratischer Mensch lehne ich den autoritären Führungsstil per se ab. Als Trainer erarbeitest du dir die Autorität über deine Kompetenz in der Vermittlung einer Sportart. Wir sprechen nach und während der Spiele innerhalb der Mannschaft sehr viel und suchen für jede Aufgabe gemeinsam die passende Lösung. In der noch sehr jungen Stadtklassemannschaft kristallisieren sich die Führungsspieler über ihre Teilnahme am Lösungsprozess heraus. Erfreulicherweise sind alle im Kader sehr kommunikativ und so muss ich auch niemanden anders behandeln, es sei denn, der Charakter verlangt es.
 
Alcatraz Kommen wir zur Ersten Mannschaft. Dort lief es bisher alles andere als gut. Du siehst die Jungs fast täglich beim Training. Wie hoch ist der Unterschied zwischen der Leistung im Training und dem Auftreten an den Spieltagen?
 
Gregor Ich sehe die Jungs tatsächlich immer beim Training und kann mit gutem Gewissen sagen, dass die Leistungen in keinem Zusammenhang mit der Trainingsqualität stehen. Gerade in der schwierigen Phase der Saison, die nicht nur geprägt ist von den unerfreulichen Ergebnissen, sondern auch von immer wiederkehrenden Verletzungsproblemen, hängen sie sich mit viel Engagement in die Übungen rein. Die Resultate allein spiegeln auch nicht zwingend die Spielverläufe wieder. Das beschäftigt die Spieler natürlich und verunsichert sie. Dennoch glauben die Mannschaft und wir als Trainer und Betreuer weiter an die gute Qualität im Kader und an einen Leistungssprung im weiteren Verlauf der Hinrunde.
 
Alcatraz Du hast die Trainingsmethoden von René Behring und Steffen Hammermüller gesehen? Was sind da die größten Unterschiede?
 
Gregor Ich möchte in diesem Zusammenhang nicht von Unterschieden sprechen. Die beiden Trainer verfügen über eine sehr große Expertise und ergänzen sich vielmehr in ihren Stilen. Ich befinde mich nach wie vor in einem Lernprozess und empfinde das auch genauso. René Behring vertritt dabei die jüngere und vielleicht auch geringfügig moderner geprägte Trainergeneration, Steffen Hammermüller kann neben seiner Qualifikation als Trainer auch noch auf eine sehr lange und erfolgreiche Zeit im Profifußball zurückblicken. Für mich sind die Erfahrungen mit beiden Trainern von unglaublichem Wert für meine weitere Entwicklung.
 
Alcatraz Die Transfers wurden in letzter Zeit stark kritisiert. Viele Fans sehen in den Leuten nicht die angekündigten Verstärkungen und bemängeln, dass vor allem die Lücken in der Defensive (Abgänge: Schammer, Gerber, Paulus) nicht geschlossen wurden. Bemüht sich der Verein um Ersatz und holt man in der Winterpause Spieler?
 
Gregor Wenn die Ergebnisse nicht den Erwartungen der Öffentlichkeit entsprechen, werden viele Themen angesprochen und das ist das gute Recht der Fans. Der Kader ist trotz der Abgänge stark genug, um in der Landesliga zu bestehen und ansprechende Leistungen zu erbringen. Dazu werden auch die Neuzugänge beitragen, sobald sie sich an Leutzsch gewöhnt haben. Ob und wie wir in der Winterpause reagieren, hängt von den Vorstellungen des Vorstandes und Cheftrainers und der Umsetzbarkeit solcher Investitionen ab.
 
Alcatraz Die Trainingsbedingungen im Alfred-Kunze-Sportpark sind nicht immer leicht. Zuletzt musste die Mannschaft sogar zu TuS Leutzsch ausweichen, da die Stadtwerke den Strom kurzzeitig ausstellten. Grund waren scheinbar nicht bezahlte Rechnungen seitens des Hauptmieters. Wie ist allgemein die Zusammenarbeit mit der SGLL in jüngster Vergangenheit zu bewerten?
 
Gregor Im Trainings- und Spielbetrieb steht für die Mannschaften die ordnungsgemäße Durchführung der sportlichen Betätigung im Vordergrund. Solange dies gegeben ist, beschäftigen wir uns auch ausschließlich mit unseren Aufgaben. Mit Sicherheit ist die Situation aber verbesserungswürdig. Der Vorstand wird regelmäßig über die Sachlage informiert und führt die notwendigen Gespräche mit den verantwortlichen Institutionen. Es ist an dieser Stelle vielleicht auch angebracht, darauf zu verweisen, dass wir alle, im Verein und dem Umfeld, unser Augenmerk auf den weiteren Ausbau unserer Strukturen legen und uns weniger mit den Problemlagen anderer Vereine auseinander setzen sollten, solange sie uns nicht persönlich betreffen. Allzu oft vergessen wir schlichtweg, dass auch bei uns noch genügend Aufgaben zu bearbeiten sind und wälzen eigene Unzulänglichkeiten auf andere „Sündenböcke“ ab. Wir verfügen durch unsere kreative und aufopferungsvolle Fanszene über ein massives Potential und sollten alle gemeinsam an unserem Nimbus und Status arbeiten, um die BSG mittelfristig im Rahmen der Möglichkeiten zu professionalisieren und zukunftsträchtig aufzustellen.
 
Alcatraz Vielen Dank Gregor. Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg auf der Trainerbank und auf dem Rasen.
 
 
27.10.2012

Tony Staigys

06. Oktober 2012

 

 

Alcatraz Hallo Tony! Zu Beginn wollen wir Dich erst einmal einordnen und vorstellen. Ein kurzer Blick auf Deine bisherigen Vereine verrät bereits, dass Dir Leutzsch nicht unbekannt ist. Bereits in der Jugend hast Du beim FC Sachsen gekickt und von 2007 bis 2009 auch in der Zweiten. Erinnere Dich einmal an die Teams. An welche Mitspieler erinnerst Du Dich besonders gerne und warum?
 
Tony Hallo, da fällt mir spontan der Ronny Garbuschewski ein. Damals in der B-Jugend sah man schon sein Talent. Es freut mich für ihn, dass er es jetzt geschafft hat. Aber auch an andere denke ich gern zurück, z.B. an Stefan Karau.
 
Alcatraz Drei Jahre lang war das Stadion am Bad Dein fußballerisches Zuhause. Damals war Markranstädt noch ein unabhängiger, ehrlicher Verein am Rande Leipzigs. Was folgte, war der Verkauf der Spielrechte an einen österreichischen Brausehersteller und die zweifelhafte Kooperation, die den SSV heute bis in die Spitzengruppe der Oberliga gespült hat. Wie siehst Du die Sache nach Deiner Zeit dort?
 
Tony Ich sehe das alles sehr objektiv. Da ich nach meiner Zeit in Markranstädt immer noch Kontakt mit den Leuten da habe, finde ich nicht, dass sich etwas verändert hat. Es war eine Kooperation, wie jede andere auch, wobei der SSV nicht mal einen Nachteil hatte, weil sie ja jetzt oben mitspielen.
 
Alcatraz Seit der Landesliga spielst Du nun bei unserer BSG. Du hast also alle bisherigen Höhen und Tiefen erlebt. Momentan sind wir sportlich nicht gerade auf Rosen gebettet. Als Außenstehender würde man aber durchaus behaupten, dass die Mannschaft nicht schlechter besetzt ist als in der letzten Saison. Woran liegt die schlechte Serie aus Deiner Sicht?
 
Tony Natürlich sind wir nicht schlechter besetzt. Wir haben in der Offensive einfach nicht das Glück und in der Defensive sind wir häufig zu unkonzentriert. Wir bekommen zu einfache Gegentore – aber das ist nur eine Phase, die wir so schnell wie möglich beenden müssen. Wir müssen unsere Unsicherheiten ablegen und nach vorn schauen – die Saison ist noch lang.
 
Alcatraz Wir haben uns in letzter Zeit die Schiedsrichter der Landesliga einmal genauer angeschaut. Man möchte fast behaupten, dass der Großteil kaum aus der Pubertät raus ist. Ausgerechnet zu den brisanten Spielen schickt der Verband regelmäßig junge Leute. Gegen die SGL stand ein 21-Jähriger Schiri auf dem Platz und gegen RB II ein 22-Jähriger. Ist das aus Sicht eines Spielers in Ordnung oder wünscht Ihr Euch erfahrenere Unparteiische?
 
Tony Für mich ist jeder Schiri – egal wie alt – zu akzeptieren. Unparteiisch ist Unparteiisch.
 
Alcatraz Apropos Schiedsrichter – ganze 16 gelbe Karten und eine gelb-rote Karte habt Ihr Jungs in nur sechs Spielen kassiert. Wenig Punkte – viele Karten?! Kann man diese Behauptung so stehen lassen oder legst Du Dein Veto ein?
 
Tony Das ist die Statistik... Das werden wir ändern ;)
 
Alcatraz Vom Studenten über den Azubi und den selbstständigen Unternehmer hatten wir bei Euch Spielern schon alles dabei. Kannst Du die Liste noch erweitern? Wie sieht Dein Arbeitsleben aus?
 
Tony Ich bin Instandhalter in einer großen Gießerei und grüße auf diesem Weg noch schnell meine Kollegen!
 
Alcatraz Landesliga und Arbeit stehen oft in Konkurrenz. Profiverhältnisse können sich die Vereine nicht leisten, also müssen die Spieler natürlich noch arbeiten gehen. Trainiert man nur zweimal die Woche wird man kaum mithalten können. Wie ist das trotzdem zu vereinbaren und wie bekommst Du das persönlich unter einen Hut?
 
Tony Bei mir klappt es leider auch nicht immer. Damit ich trotzdem auf meine Einheiten komme, macht man für sich etwas und wenn es klappt, dann trainiert man als kleine Gruppe vormittags.
 
Alcatraz Sieben Fragen standen zu Buche, also fehlt noch die Achte und wie sollte die anders lauten als: „Was möchtest Du den Fans und der Welt noch mit auf den Weg geben?“
 
Tony Bleibt so wie ihr seid Leute... Unterstützt uns weiter so laut und kreativ... IHR seid GEIL!
 
Alcatraz Du hast die Haare schön! Normalerweise endet hier unser Interview. Eine Frage sei uns dieses Mal aber noch gestattet! Verrat uns doch, wo Du Dir Deine Haare schneiden lässt ;)
 
Tony Bei der Friseurin meines Vertrauens, da gibt’s auch ne Kopfmassage ;)
 
Alcatraz Danke Tony – wir wünschen Dir eine schöne Zeit bei uns und heute natürlich viel Erfolg!
 
 
06.10.2012

 

 

Maximilian Heyse
22. September 2012

 

Alcatraz Hallo Max! Herzlich willkommen bei der BSG Chemie. Du warst ganz kurz vor Ende der Wechselfrist die letzte Neuverpflichtung für das Team. Eigentlich bist Du aber erst im Sommer zum SSV Markranstädt gewechselt. Wie kam es, dass Du wenige Wochen später trotzdem zu uns gekommen bist?
 
Max Hallo und Vielen Dank. Ja, das stimmt. Ich hatte einen 2-Jahresvertrag beim SSV Markranstädt. Sportlich passte alles zusammen und ich habe mich in die Startelf gespielt. Leider kam es intern zu kleinen Unstimmigkeiten und wir einigten uns auf einen Aufhebungsvertrag. Nun hatte ich noch vier Tage Zeit um einen neuen Verein zu finden, da der Transfermarkt am 31. August schloss. Da ich in Leipzig bleiben wollte, gab es für mich nicht viel zu überlegen. Zurück in die Heimat nach Leutzsch! Es war das erste Mal in meiner fußballerischen Laufbahn, dass ich mein Augenmerk nicht nur auf das Sportliche legte. Die chemische Fankultur ist wahnsinnig attraktiv und zweifelsfrei die beste im gesamten Leipziger Raum.
 
Alcatraz Unseren Recherchen zu Folge wolltest Du sehr gern zurück nach Leutzsch. Was war für Dich ausschlaggebend?
 
Max Wie ich schon sagte ist Leutzsch meine sportliche Heimat. Nachdem ich in der B-Jugend zum FC Sachsen Leipzig stieß, durchlebte ich meine gesamte restliche Jugendzeit, sowie meine ersten zwei Jahre im Männerbereich bis zum bitteren Ende im Leutzscher Holz. Hier ist sozusagen mein sportliches Elternhaus und wie sooft kehrt man an den Ort zurück, an dem man aufwuchs. Zudem kenne ich unseren Trainer, Herrn Steffen Hammermüller, aus der Zeit der A-Jugend Bundesliga beim FC Sachsen Leipzig. Dazu kommt noch, dass Herr Kühne, Herr Flathe und natürlich Herr Legier keine Mühe gescheut haben und mir sehr halfen.
 
Alcatraz Ein Tor ist Dir sogar schon gelungen. Super! Welches Ziel hast Du Dir mit dem Verein gesetzt?
 
Max Mein Ziel ist es auf jeden Fall nach Abpfiff des letzten Spieltages im oberen Tabellendrittel zu stehen, enger zusammen zu rücken und uns weiter einzuspielen. Mein persönliches Ziel ist es mindestens 15 Tore zu erzielen.
 
Alcatraz Letzte Woche kam es zu der Partie SG Leipzig Leutzsch gegen Chemie. Leider ging ausgerechnet dieses Spiel verloren. Woran lag das aus Deiner Sicht? Was kann man in Zukunft noch besser machen?
 
Max Ja, leider haben wir dieses Punktspiel verloren. Bei uns ist momentan der Wurm drin. Doch es sind noch viele Punkte zu vergeben. Ganz andere Mannschaften in ganz anderen Ligen haben ebenso wie wir den Saisonauftakt vergeigt. Trotzdem weiß jeder, dass sich diese Mannschaften am Ende der Saison ganz oben in der Tabelle etablieren werden. Dessen bin ich mir auch bei uns sicher. Ich habe nicht einen Teamkollegen, der seinen Kopf in den Sand steckt. Deshalb bin ich mir sicher, dass wir den Dreck von den Haxen kratzen und sicher noch genug Spiele gewinnen werden. In Zukunft können nur wir es als Kollektiv besser machen. Fans und Vorstand erledigen ihre Aufgaben hervorragend und wir werden es ihnen noch danken. Wenn man mal drei Spiele verliert und das Aluminium der zwölfte Gegenspieler ist, wird der Knoten noch platzen.
 
Alcatraz Der Gästeblock war an diesem Tag fast völlig leer. Die Chemiefans boykottierten das Spiel, da die SGL – in Persona Jamal Engel – massiv Stadionverbote gegen unsere Fans aussprach. Außerdem sind viele weitere Nettigkeiten des Herrn Engel wohl bekannt. Unsere Fans versammelten sich friedlich vor dem Stadion. Wie bewertet Ihr als Spieler den Boykott?
 
Max Jeder meiner Teamkollegen weiß, dass wir die wohl besten Fans haben, die wir uns wünschen können. Deshalb wissen wir auch, dass wir immer auf sie zählen können und dies nichts mit unserer Leistung zu tun hatte. Natürlich kann ich unsere Fans verstehen. Weggefährten und Freunde wurden des Stadions verwiesen und sie zeigten Solidarität. Das zeigt Größe und Geschlossenheit. Ich kann nur den Hut ziehen. Zu Jamal Engel oder der SGL möchte ich nichts weiter sagen.
 
Alcatraz Heute geht es gegen Grimma. Verliert man das Spiel, so verliert man immer weiter Zuschauer. Wie groß ist der Druck für Euch und wie geht Trainer Hammermüller mit der Situation um? Wie motiviert er Euch?
 
Max An eine Niederlage möchte ich gar nicht erst denken. Ich befasse mich nur mit dem Sieg. Ich bin mir sicher, dass sich unser Team den Allerwertesten aufreißen wird um zu zeigen, was wir wirklich erreichen können. Man darf nicht vergessen, dass nicht nur die Fans mit unserer Leistung unzufrieden sind. Das steckt natürlich auch in unseren Köpfen. Das Schöne am Fußball ist aber, dass man jede Woche die Chance hat, sich neu zu beweisen und zu zeigen. Unser Trainer ist eine Person, der seine Mannen schon gegen ganz andere Teams, wie z.B. Hamburger SV, Werder Bremen, VFL Wolfsburg etc. auf's Feld geführt hat und ich bin mir sicher, dass er auch nach dieser Niederlage einen Weg finden wird uns zu motivieren. Außerdem könnte die Motivation nicht größer sein, wenn wir heute das Spielfeld betreten, den Blick auf den Norddamm schweifen lassen und die Gesänge hören.
 
Alcatraz Bisher warst Du fußballerisch immer im Leipziger Raum unterwegs. Nach dem FC Sachsen ging es nach Halle und Markranstädt. Da liegt die Vermutung nahe, dass Du beruflich an die Stadt gebunden bist. Was treibst Du neben Deinem Leben als Fußballer?
 
Max Ich befinde im 3. Lehrjahr einer Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Das liegt daran, dass mir Leipzig sehr sympathisch ist. Wenn ich irgendwann hier wegziehen sollte, dann nur zurück nach Frankfurt am Main.
 
Alcatraz Letzte Frage und natürlich wird sie sich nicht von allen anderen letzten Fragen unterscheiden! Was möchtest Du den Fans und Welt noch mit auf den Weg geben?
 
Max Als erstes bedanke ich mich für das Interview. Ich danke den Fans, dass sie jedes Mal für uns da sind. Egal ob daheim oder sonst irgendwo in Sachsen. Euch macht besonders, dass ihr in guten und in schlechten Zeiten hinter bzw. vor uns steht und keine Erfolgsfans seid. Das kann man leider nicht von allen Leipziger Fußballfans behaupten. Ich freue mich auf die Heimspiele im Leutzscher Hexenkessel mit Euch. In diesem Sinne - Forza Chemie Leipzig!
 
Alcatraz Vielen Dank Max und viel Erfolg heute!
 
 
22.09.2012

 

 

Marciano Voufack
1. September 2012

 

Alcatraz Hallo Marciano! Schön, dass wir Dich endlich auch mal interviewen dürfen. Eigentlich warst Du ja schon in der vergangenen Saison im Kader der BSG Chemie. Du bist von Blau-Weiß zu uns gekommen und hast auch in der Vorbereitung 2011/12 schon gespielt. Dann hörte man plötzlich nichts mehr von Dir. Wie kam das?
 
Marciano Der Grund war, dass ich kurz vor dem Saisonstart einen Job angenommen habe und nun auf Montage unterwegs war. In der Rückrunde wäre ich eigentlich wieder ins Spielgeschehen eingestiegen, doch in einem Spiel mit der zweiten Mannschaft riss ich mir den Meniskus und musste weiter pausieren.
 
Alcatraz Jetzt bist Du ja endlich angekommen. Wie geht es Dir in der Mannschaft und was sagst Du zu den Fans?
 
Marciano Mit der Mannschaft geht es mir sehr gut , weil ich einige Jungs schon von der Zeit bei Blau-Weiß Leipzig kenne. Zu den Fans muss man eigentlich nicht viel sagen, außer "UNGLAUBLICHE SUPER FANS"! Jeder Fußballer wünscht sich so eine Stimmung. Da will man immer auf dem Platz sein und ihnen die 3 Punkte schenken.
 
Alcatraz Du hast bisher schon die verschiedensten Stationen durchlaufen. Da war zum Beispiel Piesteritz oder auch der VfL Halle aber wo hast du das Fußballspielen gelernt?
 
Marciano Das kann ich ganz kurz beantworten. Fußballspielen lernte ich auf der Straße in meiner Heimat Kamerun.
 
Alcatraz Die Chemiefans gelten als sehr kulturoffen und tolerant. Wir sind froh, endlich mal eine schwarze Perle im Team zu haben! Leider gibt es immer wieder Leute, die andere aufgrund ihrer Hautfarbe beurteilen. Hattest du jemals Probleme mit Diskriminierungen im Stadion oder durfte dir sowas erspart bleiben?
 
Marciano Ja, ich hatte schon ein paar Mal Probleme, wenn wir auswärts gespielt haben. Vor allem dann, wenn wir in Führung gegangen sind aber ich sage immer "c'est la vie" (so ist das Leben; Anm. d. Red.). Sonst habe ich hier aber keinerlei Probleme.
 
Alcatraz Jetzt aber zum Spielgeschehen: Letztes Wochenende verloren wir auf dem Radebeuler Kunstrasen. Es wollte einfach kein Tor für uns fallen! Was war los?
 
Marciano Es war zwar eine gute Leistung von uns aber leider haben wir die wenigen Chancen nicht nutzen können.
 
Alcatraz Jetzt haben wir 3 Punkte nach 3 Spielen und heute mit Kamenz einen wirklich starken Gegner zu Gast. Was geht da in Deinem Kopf vor? Wie hoch ist der Druck siegen zu müssen und was hat Euch der Trainer im Vorfeld mit auf den Weg gegeben?
 
Marciano Im Kopf habe ich natürlich die 3 Punkte, schließlich spielen wir zuhause. Der Druck ist eigentlich immer da. Wie heißt es doch so schön: "Das nächste Spiel ist immer das schwierigste". Der Trainer versucht uns immer sehr zu motivieren und sagt, dass die anderen auch nur mit Wasser kochen. Wir müssen konzentriert bleiben, versuchen fehlerfrei zu spielen und natürlich Tore machen. Schießt du keine Tore, kannst du nicht gewinnen.
 
Alcatraz Bisher wurdest Du immer "nur" eingewechselt und hast insgesamt 84 Minuten gespielt. Warum sehen wir nicht noch mehr von Dir?
 
Marciano Der Grund ist, dass ich noch nicht zu 100 % fit bin. Ich habe ja nun ein Jahr kein Fußball gespielt und wurde erst vor kurzem am Knie operiert. Der Trainer glaubt an mich und das baut mich sehr auf. Ich tue alles, damit ich bald zu 100% fit bin.
 
Alcatraz Wie sieht es aus, wenn Marciano Voufack nicht auf dem Fußballplatz steht? Was hast Du für Hobbys und wie verdienst Du Deine Brötchen?
 
Marciano Wenn ich nicht auf dem Spielfeld bin, dann bin ich natürlich bei meiner Familie. Ich spiele viel Fußball mit den Kidis. Mein Hobbys sind, dass ich gern koche, Konsole spiele und natürlich das Tanzen. Zurzeit verdiene ich meine Brötchen mit einem Online-Geschäft.
 
Alcatraz Jeder kennt sie – die allerletzte Frage! Was möchtest Du den Fans und der Welt noch mit auf den Weg geben?
 
Marciano Ich kann nur eins sagen: Durch diese Fans ist die BSG Chemie Leipzig auch schon in Kamerun bekannt!
 
Alcatraz Vielen Dank Marciano und viel Erfolg heute!
 
 
1. September 2012

 

Bryan Sura
18. August
2012

 

Alcatraz Hallo Bryan! Als einen unserer Neuzugänge begrüßen wir Dich herzlich bei der BSG Chemie. In diesem Falle begrüßen wir aber nicht nur einen Spieler, sondern auch einen Fan! Wie lange gehst du schon zu Chemie und was ist Dein schönstes Erlebnis?
 
Bryan Guten Tag - Ja das stimmt! Fan bin ich seit ca. 8 Jahren und aktiv fahre ich schon seit 6 Jahren zu Chemie. Mein schönstes Erlebnis ist natürlich der, jetzt endlich selber das Trikot mit dem Fünfeck tragen zu dürfen. Aus Fansicht waren es die Spiele FCS II gegen Lok oder Kickers Markkleeberg II gegen BSG Chemie.
 
Alcatraz Aus der Bundesliga kennt man beispielweise Julian Draxsler, der schon als kleines Kind Fan vom FC Schalke war und heute dort spielt. Denkst Du es ist ein emotionaler Unterschied, wenn man selber Fan seines Vereins ist?
 
Bryan Das macht meines Erachtens einen großen Unterschied. Wenn der Verein für den du spielst dein Ein und Alles ist, dann geht man für diesen auch bis zur Schmerzensgrenze und darüber hinaus.
 
Alcatraz Bevor Du dir aber das Trikot mit dem Fünfeck auf der Brust anziehen konntest führte Dich Dein Weg neben einer Einjahres-Station beim FCS auch nach Probstheida, wo Du für den 1. FC Lok und früher für den VfB Leipzig die Schuhe geschnürt hast. Wie ist das mit dem Fandasein als Chemiker vereinbar? Trennt man da als Spieler streng zwischen Fußballkarriere und Hobby?
 
Bryan Bevor mich mein Weg in den Leipziger Süd-Osten führte, spielte ich für den FC Sachsen aber dieser ging ja leider in Insolvenz. Danach blieben mir nicht viele Möglichkeiten und nach langem Überlegen folgte ich meinem Trainer. Dies viel mir nicht leicht aber wenn man sich als Fußballer weiterentwickeln will, dann muss man auch in solch einen sauren Apfel beißen. Trotz alledem schaffte ich es ja zu 14 Heim- und 6 Auswärtsspielen meiner BSG Chemie. ;)
 
Alcatraz Du bist mit Deinen 18 Jahren einer der Jüngsten im Team. Wie wurdest Du vom Rest der Mannschaft aufgenommen? Was können Dir die älteren Spieler mit auf den Weg geben?
 
Bryan Von der Mannschaft wurde ich super aufgenommen. Es ist eine sehr homogene Truppe und wir werden diese Saison hoffentlich noch viele Punkte holen. Ich kann noch eine Menge lernen und muss noch viele Erfahrungen im Herrenbereich sammeln.
 
Alcatraz Letzte Woche sahen wir das erste Saisonspiel gegen Döbeln. Man könnte es einen klassischen Fehlstart nennen. Du konntest leider nur von der Bank zusehen aber was waren Deine Eindrücke von der Partie? Woran lag es?
 
Bryan In der Ersten Halbzeit waren wir zu unkonzentriert und machten viele einfache Fehler im Spielaufbau. Die zweite Halbzeit war recht ansehenswert, nur im Torabschluss fehlte uns das nötige Glück. Und wie es nun mal im Fußball ist wenn du vorne die Dinger nicht machst, bekommst du sie hinten rein. Aber man darf Döbeln auch nicht unterwert verkaufen sie standen hinten sehr diszipliniert und nutzten ihr Chancen eiskalt.
 
Alcatraz Heute folgt direkt das zweite Heimspiel. Gegner Eilenburg wird es uns nicht leichter machen als Döbeln. Die Eilenburger sind ebenfalls mit einer Heimniederlage (1 zu 2 gegen Bischofswerda) in die Saison gestartet und brauchen die Punkte. Was erwartest Du vom Spiel? Reicht heute schon ein Punkt?
 
Bryan Wir haben die Woche gut und hart trainiert. Daher geh ich davon aus das wir von der ersten Minute an Vollgas geben werden, so dass die Punkte auch hier im Leutzscher Holz bleiben. ;)
 
Alcatraz Mit 18 ist die Welt noch in Ordnung. Den Spruch kennst Du bestimmt. Da ist die Schule noch nicht lange vorbei. Was treibst Du denn fernab das Fußballplatzes in Freizeit und Beruf?
 
Bryan Momentan mach ich eine Ausbildung zum Industriemechaniker. In meiner Freizeit versuche ich so viel Zeit wie möglich mit meiner Freundin zu verbringen und ansonsten mit Freunden treffen, obwohl da das Hauptthema Fußball ist und wo man als nächstes hoppen (hoppen: Besuchen von Fußballspielen in möglichst verschiedenen Stadien; Anm. d. Red.) gehen kann.
 
Alcatraz Du weißt sicher, was an dieser Stelle kommt - Was möchtest Du den Fans und der Welt noch mit auf den Weg geben?
 
Bryan Das letzte Woche war nur ein kleiner Ausrutscher, heut geht es wieder andersrum. Geschichte voller Tradition
 
Alcatraz Dankeschön Bryan. Wir wünschen Dir privat viel Glück und natürlich viel Erfolg im Trikot unserer BSG!
 
 
18. August 2012

 

 

Toni Pfeffing
11. August

 

Alcatraz Hallo Toni! Zunächst einmal herzlich willkommen zurück im Leutzscher Holz. Zwei Jahre ist es nun her, dass Du beim FC Sachsen aktiv warst. Wie kam der Wechsel zur BSG Chemie zu Stande?
 
Toni Ich habe seit längerem mit Matze (von der Weth) auch im privaten Umfeld Kontakt. Da haben wir immer mal geflunkert, dass ich zur BSG kommen soll. In der Sommerpause hat sich dann Trainer Steffen Hammermüller bei mir gemeldet. Wir haben uns getroffen und öfter telefoniert. Als sich später auch noch der Vorstand mit eingeschaltet hatte, ging es relativ schnell... Ich habe meinen Vertrag bei RB aufgelöst und bin nun wieder im grün-weißen Dress."
 
Alcatraz Zuletzt warst Du bei Rasenballs zweiter Mannschaft unterwegs. Der Umschwung von den Strukturen ist für Dich bestimmt sehr deutlich. Wo liegen die grundlegendsten Unterschiede zwischen beiden Vereinen für Dich als Spieler?
 
Toni Man kann RB mit keinem Verein in unserer Region vergleichen. Ansatzweise vielleicht mit Dresden oder Aue...Das ist eine andere Welt. Es ist eine Maschinerie, die man über kurz oder lang nicht aufhalten kann. ob es den Leuten nun passt oder nicht. Wir müssen jetzt hier auch keine großen Unterschiede hervorbringen. Die BSG braucht Leute, die sich hinten anstellen, dem Verein helfen und nach vorne bringen wollen. Angefangen vom Funktionär, Trainer, Spieler, Sponsor bis hin zum Fan. Dann wird der Verein hoffentlich seinen Weg gehen...
 
Alcatraz In Deiner Jugendzeit warst Du sehr wechselfreudig. Nach dem TSV Wahren ging es zum FCS, dann zu Lok und wieder zurück zum FCS. Wie kam das?
 
Toni Naja, das kann man so auch nicht sagen. Ich habe bei meinem Heimatverein, dem TSV Wahren, eine halbe Saison gespielt. Dann hat mich „Arthur“ Barth nach Leutzsch geholt. Dort hatte ich super Jahre im Nachwuchs – auch unter dem jetzigen Trainer Hammermüller. Im ersten A-Jugend-Jahr, als das NFLZ (Nachwuchsfußballleistungszentrum) gegründet wurde, hatte man für mich keine Verwendung mehr. Deswegen bin ich zu Lok gegangen, die damals die gleiche Liga gespielt hatten. Nach einer Saison wurde ich wieder zurückgeholt und war im A-Junioren-Bundesligakader.
 
Alcatraz Kommen wir zur Gegenwart. Die Vorbereitung verlief recht durchwachsen. Zu Beginn kassierte man noch zu viele Gegentore von eher unterklassigen Teams, dann steigerte man sich über den 3:0-Sieg gegen Halle 96 und unterlag schließlich Oberligist Piesteritz nur knapp mit 2:3. Wie hast Du die Vorbereitung erlebt und was sagt sie über den Zustand der Mannschaft aus?
 
Toni Die Vorbereitung war absolut okay! Es sind doch nicht die Ergebnisse der Testspiele entscheidend, sondern dass die Mannschaft wächst und fit wird, alles abgestimmt ist und man dann erfolgreich und selbstbewusst in die Saison startet. Natürlich ist es erfreulich, wenn man gegen Oberligisten mithalten kann, aber wie gesagt, das ist und war alles Vorbereitung.
 
Alcatraz Unseren Trainer Steffen Hammermüller kennst Du noch aus früheren Zeiten beim FC Sachsen. Gib uns doch mal einen Einblick in seine Trainingsmethoden? Harter Hund oder doch eher Kumpeltyp?
 
Toni Jetzt darf ich nur nichts Falsches sagen Aber im Ernst: Steffen Hammermüller war in der B-Jugend mein Coach und später noch mal im Männerbereich. Er ist ein akribischer Trainer, der immer Vollgas gibt. Das verlangt er ebenso von seinen Spielern und verzeiht bei vollem Einsatz auch mal den einen oder anderen Fehler. Er ist eine gute Mischung zwischen den beiden Beispielen.
 
Alcatraz Was uns Fans natürlich besonders interessiert, sind Deine Absichten mit dem Verein. Als Fan schielt man mit der grün-weißen Brille immer gern weiter nach oben als vielleicht ein Spieler. Wo siehst Du die BSG am Ende der Saison und welche Ziele hast Du Dir persönlich mit dem Verein gesteckt?
 
Toni Wir müssen bitte alle realistisch bleiben. Der Verein bekommt im Moment neue Strukturen, wächst! Wichtig ist ein guter Start in der Liga; wenn man einen Lauf hat, kann sich was entwickeln. Aber wir sollten uns in Zurückhaltung üben. Wenn wir gut durch die Saison kommen, alle verletzungsfrei bleiben, wenig Sperren bekommen, kann immer etwas gehen. Die Favoriten sind aber andere Teams. Ich möchte mit der BSG erfolgreich Fußball spielen, dem Verein helfen und gute Leistungen bringen.
 
Alcatraz Der Chemie-Fan an sich gibt sich natürlich nicht nur mit Toni Pfeffing als Fußballspieler zufrieden. Lass uns neugierig sein - was machst Du in deiner Freizeit und im Beruf?
 
Toni Ich bin seit kurzem stolzer und glücklicher Familien-Papa. Nebenbei läuft noch meine Ausbildung im öffentlichen Dienst. Wenn man dann noch für die BSG Fußball spielt, bleibt wenig Zeit für was anderes... Wichtig sind für mich auch meine Freunde. Für sie sollte man immer Zeit und ein offenes Ohr haben.
 
Alcatraz Auch in dieser Saison kommt kein Spieler um die berühmte letzte Frage herum! Was möchtest Du den Fans und der Welt noch mit auf den Weg geben?
 
Toni Genießt mit uns die Saison! Unterstützt uns, kritisiert uns, aber lasst uns alle 100% geben. Chemie ahuu...
 
Alcatraz Vielen Dank Toni und viel Erfolg für die Saison!
 
 
11. August 2012

 

 

Hier geht es zu den Interviews aus der Saison 2011/12